Fit mit HIIT
Motivierende Musik, strapazierte Muskeln, hochrote Gesichter, das eine oder andere angestrengte Ächzen, aber auch viel Gelächter – das alles ist im Trainingsaal des TC eigentlich nichts Ungewöhnliches. Und doch lief das Training am Samstag, dem 21.10.2023, ein bisschen anders ab als gewohnt: Der Verein hatte für seine Mitglieder einen Fitness-Workshop unter der fachkundigen Leitung der Physiotherapeutinnen Julia Fischer und Jasmin Liedtke organisiert, bei dem nicht nur Wissen vermittelt, sondern dieses auch gleich in die Praxis umgesetzt wurde.
Und so fanden sich die 14 Teilnehmer und Teilnehmerinnen um 10 Uhr nicht wie sonst mit Tanzschuhen, sondern mit Yogamatten und Faszienrollen im Vereinsheim ein. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, bei der jeder auch seine persönlichen Schmerzpunkte oder Schwachstellen benennen durfte, begannen Julia und Jasmin mit einem kleinen Warm-up. Es folgte eine theoretische Einheit, in der die beiden erläuterten, was das in den letzten Jahren immer beliebter gewordene HIIT (high intensity intervall training) so wirkungsvoll macht und wie ein solches Training aufgebaut ist. Anschließend wurden die Übungen, die später nacheinander ausgeführt werden sollten, einzeln ausführlich demonstriert und besprochen. Denn wie auch beim Tanzen kommt es hierbei auf die korrekte Ausführung an, damit der erwünschte Trainingsreiz eintritt, ohne dass der Körper Schaden nimmt.
Schon hier wurde klar: Die Bezeichnung „high intensity“ hat durchaus ihre Berechtigung. Zwar zeigten Jasmin und Julia jeweils verschiedene Varianten einer Übung, sodass es problemlos möglich war, das Training an das eigene Fitnesslevel anzupassen, doch ertappten sie die Teilnehmenden immer wieder bei kleinen, die Übungen erleichternden „Mogeleien“, die natürlich umgehend korrigiert wurden. Schnell lief der Schweiß – und das eigentliche Training hatte noch nicht einmal begonnen.
Nach einer kleinen Pause folgten eine Mini-Aerobic-Einheit und ein weiteres kurzes Aufwärmen, dann ging es richtig los. Sechs Übungsblöcke, bestehend aus jeweils fünf Übungen plus einer zusätzlichen Übung am Ende, wurden ausgeführt, jede Übung für 30 Sekunden bei maximaler Belastung, gefolgt von je 15 Sekunden Pause. Motivierende Musik durfte dabei natürlich nicht fehlen. Ob Linedancer, Breitensportler oder Turniertänzer: Den Piepton, der jeweils das Ende eines Intervalls signalisierte, sehnten in diesen insgesamt rund 25 Minuten wohl alle ein paarmal herbei … und waren zum Schluss stolz und glücklich, durchgehalten zu haben. Abgerundet wurde der Workshop mit einer Dehneinheit und dem Ausrollen der Faszien, das den Teilnehmenden noch einmal den einen oder anderen Schmerzenslaut entlockte, aber doch so gut tat. Ein paar wertvolle tanzspezifische Tipps gab es von der tanzerfahrenen Julia noch oben drauf.
Jede Menge neue Eindrücke, fundiertes Wissen rund um Körper und Training, das gute Gefühl, sich ordentlich ausgepowert zu haben, und vielleicht sogar ein bisschen „Nachbrenneffekt“ konnten alle mit nach Hause nehmen. Jetzt heißt es „nur“, dranzubleiben und das Workout mehrmals wöchentlich zu wiederholen. Und die meisten werden sich an diesen tollen Vormittag wahrscheinlich auch noch ein paar Tage lang intensiv erinnert fühlen: Der Muskelkater wird wohl nicht ausbleiben …